Mass Effect

Es ist manchmal schon komisch: heute morgen noch dachte ich “hmm, was ist eigentlich aus dem Mass Effect-DLC geworden?”, und keine Stunde später erschien im Feedreader die offizielle Nachricht, das er verfügbar sei. 400 MS-Punkte (etwa 5 Euro) kostet das ca. 250 MB große Paket, das in Deutschland sowohl in Deutsch als auch Englisch verfügbar ist, jedoch pro Sprache separat erworben werden muss. Ich habe das deutsche Addon getestet.

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Ersteindruck: Bully - Ehrenrunde

Samstag, 8. März 2008

BullyDie Idee ist ja mal nett: … Lädt … eine Art “Grand Theft Auto” in der Umgebung eines Internats für schwer erziehbare Jugendliche. Lädt … Und das Ganze noch von Rockstar selbst … Lädt … die Grafik ist sicherlich nicht mehr besonders aktuell, aber … Lädt … was kann man schon von einem Port eines zwei Jahre alten PS2-Games erwarten? Leider ruckelt die Engine auch ziemlich, was ich kaum nachvollziehen kann, da die Umgebung wenig detailliert erscheint. Lädt … Inhaltlich jedoch erscheint Bully mit seinen … Lädt … verschiedensten Missionen und Schulfach-Minigames durchaus kompetent. Leider wird das Spielgeschehen durch … Lädt … häufige Ladebildschirme unterbrochen, selbst an … Lädt … Stellen, wo man es wirklich … Lädt Lädt … nicht für nötig gehalten … Lädt … hätte. Die Steuerung erscheint soweit ordentlich und logisch … Lädt …, gegen das Voice Acting lässt sich … Lädt … ebenfalls nichts negatives sagen, wohl aber gegen die etwas … Lädt … öde und sich häufig wiederholende Musik.

Anyway, ich spiele das garantiert noch weiter. Manche Aspekte gefallen mir nicht ganz so - die Schulfächer können offenbar nur entweder mit einer Eins oder gar nicht abgeschlossen werden, was einem leicht passieren kann, wenn man das Minispiel noch nicht kennt - aber insgesamt scheint das Game recht unterhaltsam zu werden. Wenn da nicht diese elenden Ladebildschirme wären…

Arkadian Warriors

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Ein Hack’n'Slay mit zufallsgenerierten Levels und Online-Multiplayer für die XBox360-Arcade? Von Wanako Studios, die schon für das ziemlich gute Assault Heroes verantwortlich zeichneten? Her damit!

Aber wie sich der geneigte Leser angesichts dieser Einleitung sicherlich schon denken kann: der schöne Schein, den die extrem kurze Demoversion verbreitete, trog. Was zunächst wie eine eine formatbedingt minimalistische, aber halbwegs kompetente Diablo-Kopie aussah, versank kurze Zeit später in einem Wust aus schlechtem Game Design, fehlender Innovation und extremer Linearität.

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Halo 3

Freitag, 7. Dezember 2007

Das ich in meinem Leben noch mal dazu käme, ein Spiel der Halo-Trilogie gut zu finden, hätte ich nun auch nicht erwartet. Teil 1 ist mir unbekannt, Nummer 2 steht bei mir als Vista-Version im Schrank, hat mich aber nicht im geringsten beeindrucken können, zu öde war die Grafik und Story (und außerdem benötigt es Vista…). Und nun Teil 3. In Ermangelung anderer Unterhaltungsmöglichkeiten gebraucht gekauft und prompt in zwei Abenden durchgespielt (auf Normal - für Heroic oder Legendary bin ich zu langsam, aber immerhin war’s nicht wieder Easy).

Zugegebenermaßen habe ich von der Geschichte wenig mitbekommen, da die Sprachausgabe zu leise war und sich nicht lauter stellen lässt, ohne das bei jedem Schuss die Wand wackelt. Untertitel sollen möglich sein, ich habe aber auch nach Aktivierung derselben nie welche gesehen. Ich bezweifle aber, das mich die Story groß mitgerissen hätte - von den Cutscenes her würde ich meinen, Mass Effect war besser, was auch die (deutsche) Sprachausgabe, Grafik und Animationen der Charaktere betrifft. Aber Halo 3 ist nunmal ein Actionspiel, und die war genau mein Fall. Mir gefiel, das man mit Rambomanieren höchstens in Ausnahmefällen Erfolg hatte und etwas strategischer vorgehen musste, um die teilweise scheinbar aussichtslosen Encounter zu bestehen. Die große Auswahl an Waffen, die ständige Munitionsknappheit und das Fehlen jeglicher Medikits machten die neun Missionen zu einer anstrengenden, aber auch spannenden Angelegenheit. Dank großzügiger Checkpoints war es dann auch einem alten Sack wie mir möglich, schwierige Situationen zu meistern, auch wenn ich mir in manchen Situationen durchaus einen Checkpoint mehr gewünscht hätte (außerdem geriet ich einmal in eine Endlosschleife, in der ich immer wieder starb, um dann exakt an der gleichen Stelle wiederbelebt zu werden…). Auch super ist die große Variation der Fortbewegung in den Missionen: mal zu Fuß, mal im Jeep, dann wieder im Hubschrauber (?) und zur “Belohnung” ab und zu im Panzer, der mit Leichtigkeit alles zu Schrott schießt, was einem sonst gefährlich würde. Toll! Das die Fahrzeugsteuerung zu wünschen übrig lässt, sagte ich allerdings bereits; Panzerfahren ist allerdings ziemlich gelungen.

Sagte ich schon, das die Grafik insbesondere in den Außenmissionen absolut bombastisch ist? Nicht? <loriot>Ach was</loriot>. Dann sage ich es jetzt - sie ist perfekt. Kaum Popups, vollkommen flüssig egal wie viele Feinde und Schüsse da so rumschwirren… jo. Perfekt halt.

Gut, die Bossfights, insbesondere der “letzte”, waren wieder einmal ein kompletter Scherz und die finale Mission am Ende reichlich nervtötend, da die Steuerung des Warthog-Jeeps leichte Defizite in der Präzision aufweist, aber das sind Kleinigkeiten. Das Halo 3 länger sein könnte, ist ein etwas größeres Manko, denn die neun Missionen waren wirklich schnell erledigt, aber okay, man könnte ja auch auf Heroic oder Legendary spielen, und außerdem gilt Halo ja als das Multiplayer-Game schlechthin. Da ich Shooter im Multiplayer nun wirklich überhaupt nicht mehr beherrsche, kann ich das nicht unbedingt bestätigen, aber ich habe ein paar Partien gespielt und war durchaus angetan vom “Slayer with Swords”-Modus (oder so ähnlich), wo alle Spieler nur mit Handgranaten und einem Laserschwert ausgerüstet sind. Klar, mehr als 5 oder 6 Kills habe ich nie geschafft, aber die Idee ist nett.

Letztenendes landet Halo 3 nun natürlich genau wie viele andere Games vorher im Schrank und bleibt auch da, weil es (für mich) keinerlei Replay Value besitzt, aber für die 40 Euro, die ich bezahlt habe, wurde ich verdammt gut unterhalten (wesentlich besser als von Eternal Sonata, welches ich ebenfalls gekauft hatte und mich bereits nach 6 Stunden mit seinen endlosen Cutscenes, der arg verdrehten Story und den stereotypen Kämpfen zu Tode langweilte). Insgesamt behaupte ich mal, mit Ausnahme von Bioshock (habe ich vor ein paar Tagen endlich ebenfalls geschafft - geniales Teil!) und Mass Effect überhaupt kein so gelungenes Spiel in 2007 gespielt zu haben, oder habe ich was vergessen? Ja, Two Worlds war auch nett, aber eben auch nicht mehr als das.

Ach so: warum man bitte mehrere Minuten warten muss, bis ein Mehrspieler-Spiel gestartet wird, wo doch angeblich alle Welt Halo 3 spielt, ist absolut unverständlich und vor allem eins: extrem nervtötend.

Ach so²: Musste der Abspann eigentlich wirklich so eine klischeebeladene Scheisse sein? Oh, ja, ich darf das schreiben, ich arbeite nicht für Gamespot und habe auch keine Werbekunden…

Classic gaming jetzt auch für teuer!

Dienstag, 4. Dezember 2007

Ich weiss nicht recht, ob das heute von Microsoft eingeführte “Feature”, klassische Xbox-Games wie Fable und Halo als Download-Version zu kaufen wirklich so toll ist wie es einem vorgemacht wird (aber da es Werbung ist, hätte man das auch vorher schon vermuten können). Jedes Spiel kostet 1.200 MS-Punkte, also ca. 15 Euro - dafür belegt es aber zwischen drei und 4.5 Gigabyte auf der eh zu kleinen Festplatte und man muss es herunterladen, was durchaus eine Weile dauern kann. Natürlich hat man danach auch keinen Datenträger oder gar eine Anleitung*, und sollte der Plattenplatz einen dazu zwingen, das Spiel zu löschen, muss man es später eventuell neu downloaden. Irgendwie eine Menge Nachteile, wenn man sich eBay so ansieht (aktuelle Sofortkauf-Preise, aber die meisten Games gibt’s auch als Auktion ab 1 Euro)…

  • Fable: ab 14 Euro + Versand
  • Halo: ab 10 Euro + Versand
  • Crimson Skies: 8,90 Euro + Versand

… und so weiter. Klar, mit Versandkosten sind die Preise höher, und es dauert länger die Games zu erhalten, aber dafür hat man danach auch was dauerhaftes und eine freie Festplatte (die größere Platte kostet ca. 180 Euro und ist damit auch keine Lösung).

Jaja, ich hör ja schon auf - muss keiner nutzen, weiss ich doch. Ich sag ja nur.

* EDIT: Oh, gibt doch Anleitungen, aber zum selbstausdrucken…

Mass Effect

Mittwoch, 28. November 2007

Ich erwähnte ja vor kurzem bereits, das Mass Effect ziemlich gelungen ist, und auch nachdem ich nach 33 Stunden Spielzeit nun einmal komplett durch die Story und alle (?) Seitenstränge durch bin, stehe ich zu dieser Aussage. Allerdings muss ich etwas hinzufügen, auch wenn es nur ein Wort ist: Einmal.

Der Schein ist schön: dank der Möglichkeit, in den Dialogen verschiedene Antworten geben zu können, scheint die Handlung beeinflussbar zu sein, wodurch es durchaus möglich wäre, das Spiel mehrfach mit verschiedenen Charakterklassen und -ausrichtungen (braver Soldat oder Abtrünniger) durchzuspielen. Auch gibt es mehrere Schwierigkeitsstufen, von denen eine auch noch freigespielt werden möchte.

So weit, so gut, aber in der Praxis sieht das leider Gottes anders aus. Die Dialoge führen letzten Endes doch immer zum selben Ergebnis, egal, welche Option gewählt wird, und damit fällt die Beeinflussung der Story durch den Spieler komplett weg. Da die Dialogsequenzen natürlich nicht übersprungen werden können (was auch Sinn macht), aber eben immer gleich ablaufen, wird der zweite Playthrough nach kurzer Zeit etwas anstrengend, da der Spieler nahezu jeden Satz bereits kennt. Die verschiedenen Charakterklassen sind letztendlich kaum unterschiedlich, gleiches gilt für die recht limitierte Auswahl an Gefährten - die Wahl hat der Spieler nicht wirklich. Insgesamt möchte man Mass Effect nach dem ersten Durchgang gar nicht erneut anfangen - wozu auch, wenn das Ergebnis ohnehin nahezu identisch ist und man sich stundenlang durch bereits bekannte und kaum variierte Dialoge quälen muss.

Ich habe zwar angefangen, das Ganze nun auf höherer Schwierigkeitsstufe als weiblicher Commander zu spielen, aber irgendwie fehlt mir die Lust, mir dieselbe Geschichte in allzu naher Zeit erneut anzutun. Wie gesagt, sie ist prima erzählt und präsentiert, aber einmal reicht. Unter der Haube ist Mass Effect nämlich ein komplett banales Action-RPG ohne nennenswerte Charakterbildung, aufregende Skills oder auch nur interessantem Loot - wäre da nicht die unglaubliche Grafik und die spannende Handlung, würde das Spiel sang- und klanglos in den endlosen Weiten des Weltalls verschwunden sein. Nun verschwindet es leider dennoch, und zwar in meinem Regal, allerdings hat es mir wenigstens 33 sehr unterhaltsame Stunden beschert, wofür ich sehr dankbar bin - die meisten anderen Games kommen gar nicht erst so weit.

The Mass Effect you don’t expect

Freitag, 23. November 2007

Schade, Hellgate - Mass Effect ist was Du hättest sein können: intelligente Charaktere mit Tiefe in einer interessanten Handlung, fantastische Grafik, beeindruckende Sprachausgabe selbst in der deutschen Version und zwischendurch immer noch genug Action, um Abwechslung von all den Dialogen zu schaffen (wobei ich die Gespräche oftmals interessanter finde als die Action, aber das ist Geschmackssache). Versüßt wird das Ganze durch kurze Ladezeiten und unproblematische Bedienung.

Da ich kein SciFi-Fan bin hätte ich nicht erwartet, Mass Effect zu mögen, aber ich wurde eines Besseren belehrt.